ZÄHNE MACHEN

  • Festsitzender Zahnersatz

    Brücken

    Mit einer Brücke wird die Lücke, die ein fehlender Zahn hinterlässt, geschlossen. Eine Brücke wird über Pfeilerzähne (oder Ankerzähne) befestigt. Diese „Pfeiler“ oder „Anker“ bestehen entweder aus natürlichen , vorab beschliffenen Zähnen, die zur Aufnahme des Brückengliedes überkront werden, oder aus Implantaten. Brücken kann man wie bei Kronen nach dem bei der Herstellung verwendeten Material unterteilen:

    Es gibt Vollgussbrücken (rein aus Metall), Verblendbrücken (aus Metall mit zusätzlicher Keramikverblendung in Zahnfarbe) und Vollkeramikbrücken (komplett ohne Metall, komplett zahnfarbend)

    Brücken können eine Lücke über 3 fehlende Zähne schliessen. Fehlen mehr als 3 Zähne nebeneinander, sollte die Brückenkonstruktion unbedingt durch ein Implantat verstärkt werden, da es sonst zu statischen Komplikationen durch den doch extrem hohen Kaudruck kommt und ein Bruch der Brücke vorprogrammiert ist.

    Implantate

    Als Implantate bezeichnet man in der Zahnmedizin künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um einzelne oder mehrere Zähne nebeneinander oder sogar ganze Zahnreihen zu ersetzen. Auf ihnen können Einzelkronen, Brücken, Teil- und Totalprothesen befestigt werden. Es gibt sehr viele unterschiedliche Implantatsystem auf dem Markt- leider auch viel Billigprodukte, von denen ist unbedingt abzuraten!

    Implantatgetragener Zahnersatz ist heute ein fester Bestandteil der modernen Zahnmedizin und bei entsprechender Pflege und sorgfältiger Nachsorge ästhetisch wie funktional eine über viele Jahre währende Lösung. Die Langlebigkeit wird einerseits von den individuellen Voraussetzungen des Patienten, der Professionalität von Behandlung und Nachsorge sowie der persönlichen Mundpflege des Patienten bestimmt.

    Vorteile von implantatgetragenem Zahnersatz

    • Die künstlichen Zahnwurzeln werden direkt im Kieferknochen verankert. Daher bieten sie einen festeren Halt als einfache Brücken, Teil- und Totalprothesen.
    • Zur Befestigung von Implantaten werden im Unterschied zu vielen herkömmlichem Zahnersatzarten keine angrenzenden Zähne beschliffen und damit beschädigt.
    • Implantate sind nicht bzw. kaum als solche zu erkennen. Die künstliche Zahnkrone wird in Farbe und Form individuell an das Restgebiss angepasst.
    • Implantate fühlen sich nahezu so an wie eigene Zähne.
    • Durch ihre natürliche Belastung des Kieferknochens halten Implantate Knochenschwund auf, der normalerweise nach einem Zahnverlust eintritt.
    • Auf Implantaten kann jegliche Ausführung von Zahnersatz befestigt werden.
    • Auch gibt es materialtechnisch kaum Einschränkungen bei der Auswahl der prothetischen Lösung.

    Inlays & Onlays

    Wenn Karies die harte Zahnsubstanz der Kaufläche angegriffen hat oder ein Teil des Backenzahnes abgebrochen ist, kann man den Zahn mit Inlays / Onlays restaurieren, seine Funktion wieder herstellen und ihn vor weiteren Erkrankungen schützen. Dies ist nötig, da sonst Kariesbakterien bis in den Zahnnerv eindringen und ihn entzünden würden. Laborgefertigte Füllungen in Form von Inlays empfehlen sich, wenn bei Backenzähnen ein größerer Teil der Kaufläche oder -im Fall von Onlays- auch ein oder mehrere Zahnhöcker in Mitleidenschaft gezogen sind.

    Für Inlays / Onlays muss der Arzt den Zahn aufbereiten und mit einem Abdruck abformen. Die Inlays / Onlays werden vom Zahntechniker passgenau nach dem Abdruck des Zahnarztes hergestellt und nach ihrer Fertigstellung in einer weiteren Sitzung vom Arzt eingeklebt. Als Materialien stehen Keramik, Goldlegierungen und Kunststoffe (Komposite) zur Verfügung. Alle Materialien erfüllen den Zweck der Zahnrestauration.

    • Goldlegierungen sind extrem haltbar, aber kosmetisch nicht so attraktiv.
    • Keramik-Inlays sind ebenfalls sehr haltbar und bestechen zusätzlich durch hohe Ästhetik. Sie sind sozusagen „unsichtbar“, da sie sich komplett in das Farbspiel des Gebisses eingliedern.
    • Kunststoffe wirken auch recht natürlich, sind aber längst nicht so haltbar und neigen auf Grund der Materialeigenschaften leider zur Spaltbildung der Randbereiche sowie Verfärbung des Materials.

    Kronen

    Die natürliche Zahnkrone ist der im Mund sichtbare Teil des Zahnes. Ihre äußerste Schicht ist der Zahnschmelz, darunter liegt als weitere harte Zahnsubstanz das Zahnbein (Dentin). Künstliche Zahnaufsätze werden als Kronen bezeichnet. Sie werden bei stark geschädigten Zähnen auf die vorab beschliffenen Zahnstümpfe wie Kappen aufgesetzt. Mit ihnen können die volle Funktion und Stabilität des Zahnes wiederhergestellt und die Form der natürlichen Zahnkronen sehr gut nachempfunden werden. Kronen können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden:

    1. Als VOLLGUSS-Krone aus Goldlegierungen oder Nichtedelmetallen ( NE ). Eine Vollgusskrone ist dementsprechend komplett aus Metall, entweder goldfarbend oder bei NE silberfarbend. Vollgusskronen sind sehr haltbar, aber kosmetisch wenig attraktiv. Sie leiten Kälte und Hitze sehr stark und können den Zahnfleischsaum gräulich verfärben. Bei mehreren unterschiedlichen Metallen im Mund kann es durch den Speichel zum sog. ‚galvanischen Element’ kommen, was sich in einem leicht metallischen Geschmack äußern kann. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen auf die Metalle kommen.
    2. VMK-Kronen bestehen aus einem metallischen ‚Gerüst’ aus hochgoldhaltigen, Edelmetall-reduzierten oder nicht edlen ( NE ) Metallen. Dieses Gerüst wird in aufwendiger Technik in der Farbe des Restgebisses mit keramischer Masse ummantelt. Der Fachbegriff dafür heisst ‚Verblendung’. Diese Verblendung kann das Metallgerüst nur teilweise abdecken als sog. Teilverblendung oder es komplett zahnfarbend ummanteln, dann nennt man es Vollverblendung. Der Oberbegriff für beide Varianten heisst VMK-Kronen, zusammengesetzt aus Verblend Metall Kronen VMK-Kronen sind recht haltbar, kosmetisch ausreichend attraktiv und leiten Wärme und Kälte nur mäßig. Leider zeigen sich am Kronenrand oft hässliche, dunkle Ränder, besonders wenn sich das Zahnfleisch etwas zurückzieht. Gelegentlich kann es auch zu einem gräulich verfärbten Zahnfleischsaum am Kronenrand kommen. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen auf die verwendeten Metalle kommen.
    3. VOLLKERAMIK-KRONEN haben keinen metallischen Anteil, sie bestehen aus rein keramischem Material. Sie sind sehr haltbar, leiten Wärme und Kälte gar nicht und bestechen durch extrem gute Schleimhaut-Verträglichkeit ( biokompatibel ) Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Zahnfleischverfärbungen treten nicht auf, selbst wenn sich das Zahnfleisch entstehen keine dunklen Ränder am Kronenrand. VOLLKERAMIK-KRONEN werden in 3 unterschiedlichen Varianten angeboten:
      1. VOLLKERAMIK-KRONEN aus Presskeramik werden manuell in einem aufwendigen Pressverfahren hergestellt. Sie bestechen durch extrem gute Ästhetik und sehr natürliche Farbbrillianz. Sie erfordern allerdings eine besondere Vorbereitung durch den Zahnarzt ( Präparation des Zahnes ) und sind nur für Einzelkronen geeignet.
      2. VOLLKERAMIK-KRONEN aus Zirkon werden im hochmodernen Cad/Cam-Verfahren ( digitalisierter Prozess) konstruiert. Sie bestehen vollständig aus Zro-Fräskeramik ( Zirkon ) und werden in der passenden Zahnfarbe bemalt. Man bezeichnet sie als monolithische Zirkon-Kronen. Sie sind extrem haltbar, die Ästhetik ist durch leicht mangelnde Transparenz als etwas eingeschränkt zu bezeichnen. Zirkon ist bestens geeignet zur Herstellung von Einzelkronen, aber ebenso für grosse und kleine Brücken. Monolithische Zirkon-Kronen sind nicht zur Herstellung von Frontzähnen geeignet.
      3. VOLLVERBLENDETE ZIRKON-KRONEN bestehen aus einem keramischen Gerüst das im Anschluss vollständig und sehr aufwendig mit hochwertiger Aufbrennkeramik ummantelt wird- ähnliches Prinzip wie bei der VMK-Technik, nur alles ohne Metall. Sie sind bei professioneller Verarbeitung sehr haltbar, ästhetisch sehr ansprechend und fügen sich durch die individuell abgestimmte Aufbrennkeramik farblich perfekt in das Restgebiss ein. Sie sind für Einzelkronen, grosse und kleine Brücken und ganz speziell für Frontzähne geeignet. Zirkon ist derzeit der innovativste Werkstoff der in der Zahntechnik Verwendung findet!

    Veneers

    Veneers sind hauchdünne, keramische Verblendschalen, die überwiegend aus ästhetischen Gründen bei Zahnproblemen und -dispositionen im Frontzahngebiet eingesetzt werden. Sie werden aufwendig aus Presskeramik hergestellt und kaschieren optische Fehler perfekt. Veneers gleichen unterschiedlich große Zähne aus und führen somit zu einem ästhetisch schönen Gebiss. Bei irreversiblen Zahnverfärbungen sind die Verblendschalen eine hervorragende Korrekturmöglichkeit. Die feinen Keramikschalen schließen große Zahnlücken der Frontzähne („Diastema“) und verblenden Zahnfrakturen. Mangelhafte, schiefe, äußerst kurze oder sehr schmale Zähne lassen sich mit Hilfe dieser Technik harmonisieren. Außerdem ist es möglich, mit Veneers Verformungen und Anomalien im Struktur- oder Oberflächenbereich der Zähne („Dysplasien“) auszugleichen. Im Vergleich zu Kronen muss bei diesen Keramikschalen nur wenig Zahnsubstanz abgeschliffen werden. Veneers können extrem grazil gearbeitet werden. In manchen Fällen beträgt die Materialstärke nur 0,3 Millimeter. Die Veneer-Technik erfordert grosses Geschick und bedarf äußerst professioneller Vorbereitung durch den Zahnazt, denn die Präparation der Zähne und das Einkleben der Keramikschalen sind absolut entscheidend für den Behandlungserfolg!

    Veneers sind jedoch nicht für jeden eine gute Wahl. Für Patienten, die stark mit den Zähnen knirschen, Fehlfunktionen im Biss aufweisen oder unter sehr fortgeschrittener Karies leiden, sollten Veneers nicht die erste Wahl sein.. Die bessere Alternative wären dann Kronen.

    Die Behandlung mit Veneers erfolgt bei uns so:

    • Besprechung der individuellen Situation und der Patientenwünsche
    • Ggf. Anfertigumg von „Testeneers“ als Art eine kosmetische „Probefahrt“
    • Aufbereitung der Zähne und Abdruck durch den Zahnarzt
    • Individuelle Farbbestimmung im Labor
    • Ästhetikeinprobe der fertigen Veneers im Labor
    • Einkleben der Veneers durch den Zahnarzt

    Das Endergebnis ist von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden. Bei regelmäßiger Pflege sind die Haftschalen in der Regel etwa zehn bis fünfzehn Jahre haltbar.